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Der Orientalische Tanz - Bauchtanz

ist in seiner ursprünglichen Form ein spontaner Gefühlsausdruck.

Die Tänzerin besticht mehr durch die eigene persönliche Interpretation der Musik, als durch perfekte festgelegte Abläufe. Liebreiz und Charme, Ausdruck und Stärke sind seine tragenden Elemente.
Die isolierte Bewegung der einzelnen Körperregionen ist das besondere Merkmal dieses Tanzstils. Die weichen, kreisenden und Wellen- Bewegungen des tanzenden Körpers sind konzentrierter, sinnlicher Ausdruck, der die Melodie widerspiegelt.
Vor allem beim Shimmy, dem rhythmischen, isolierten Zittern der Hüfte oder anderer Körperteile, ist es die gekonnte Körperbeherrschung der Tänzerin, die durch stoßende und rollende Hüftbewegungen, den Rhythmus akzentuiert.
In der Mimik und Gestik zeigt sich ein Gefühlskaleidoskop- von Herzschmerz bis hin zur Lebensfreude.
Der Tanz des Orients zeigt die Vielschichtigkeit unseres weiblichen Daseins, die wir mit Besinnung und Sinnesfreude frei bestimmen. Er ist ein Tanz mit dem Frauen jeden Alters Kontakt zu ihrer eigenen Weiblichkeit aufnehmen können. Tanzend zum eigenen Vergnügen, mit Anderen und für Andere.

 

 

Zum Unterrichtsinhalt gehören

    - Tanzimprovisation
    - Entwicklung kreativer Prozesse
    - Ganzheitliches Körpertraining
    - Isolationstechnik und binnenkörperliche Bewegungen
    - Schrittfolgen und Drehungen
    - Aufschlüsselung kleiner Bewegungssequenzen
    - Musikverständnis und Rhythmuslehre
    - Tanzen mit Schleier und anderen Requisiten
    - Ausflüge in andere Tanzformen
    - Tanzgestaltung
    - Einzel-, Paar - und Gruppen-Improvisationen
    - Schauspiel - und Präsenzübungen
    - Tanzfest


Ein Einstieg ist durch die Offenheit des Konzepts jederzeit möglich.

Die Tanzimprovisation ebnet den Weg zum eigenen tänzerischen Ausdruck und öffnet den Zugang zu mehr Lebendigkeit im Tanz. Dieser kreative Prozess stärkt und bereichert die Persönlichkeit und Präsenz. Die Tänzerinnen werden befähigt, ihre Improvisation mit Inhalt und authentischem Ausdruck zu bereichern.

Zu Beginn einer jeden Stunde werden die Schülerinnen durch ganzheitliches Körpertraining* auf die Unterrichtseinheit vorbereitet.

Mit dem Erlernen der Isolationstechnik, binnenkörperliche Bewegungen, Schrittfolgen und Drehungen sowie kleiner Bewegungssequenzen entsteht ein harmonischer Bewegungsfluss und Geschmeidigkeit. Dabei wird auf exakte Körperhaltung und Bewegungsausführung geachtet.

Durch Musik aus allen Genres inspiriert, wird der tänzerische Impuls erspürt, verfolgt, variiert und ausgeschmückt.

Sowohl das tanzen mit Schleier und anderen Requisiten, als auch Ausflüge in andere Tanzformen, erweitern  das Bewegungsspektrum und Tanzerlebnis.

Durch die Vermittlung von Tanzgestaltung mit den Komponenten wie Raum, Dynamik und Dramaturgie sowie Musikverständnis und Rhythmuslehre, werden die Schülerinnen ermutigt, ihren eigenen Tanz zu gestalten.

Mit diversen Methoden in Einzel-, Paar- und Gruppen-Improvisationen werden gewohnte Bewegungsmuster überwunden und der ungehemmte Zugang zu den kreativen Ressourcen wird erschlossen.

Alljährlich gibt es im Studio ein Tanzfest, wo die Schülerinnen ihren Tanz präsentieren können.


*Diese Körperarbeit basiert auf Bewegungslehren von Frieda Goralewski und Anne Halprin sowie den Grundlagen des Yogas. Sie lässt uns die gesamte Anatomie unseres Körpers - insbesondere das Skelett, die Muskeln, die Bänder und die Sehnen – entdecken, dehnen und kräftigen.

Im Liegen, Sitzen, Stehen und im Gehen nehmen wir im Wechsel von Anspannung und Entspannung unseren ganzen Körper wahr.

Durch die Aufmerksamkeit - gelenkt auf unseren Atem einerseits und das Bewusstmachen und Lockern von Verspannungen andererseits - erreichen wir eine fundamentale Verbesserung unserer inneren und äußeren Haltung.

Wir erleben dadurch ein insgesamt angenehmes Körpergefühl und halten Körper und Geist beweglich. Unser Selbstbewusstsein wird gefördert durch Achtsamkeit und Konzentration. Aus dieser Erweiterung des Körperbewusstseins verfeinert sich der Bewegungsprozess im Tanz.