Aischa Schurkus
Tänzerin und Choreografin, Tanzlehrerin, Leiterin der Orientalischen Tanzwerkstatt Berlin
hatte sich bereits mit Yoga, Atemtherapie, Kontaktimprovisation, Modern-Dance, afrikanischem Ausdruckstanz und dem Schauspiel beschäftigt, als sie 1981 die orientalische Musik- und Tanzkultur kennen lernte.
Nach Ausbildung bei verschiedenen Lehrern und Lehrerinnen, zu denen maßgeblich der syrische Musiker Youssef El-Tekhin sowie die Orienttänzerinnen Feyrouz (USA) und Layla Haddad (Tunesien) zählen, entwickelte sich Aischa zur renommierten Bühnenkünstlerin. Zu nennen sind u.a. Auftritte in Montreux, Bern und Fribourg (Schweiz), Damaskus (Syrien). Perugia (Italien) sowie in Berlin (Haus der Kulturen der Welt, Trompete, Die Pumpe, Berliner Presseball, Werkstatt der Kulturen, Orangerie und Botanisches Museum) und in der Centralstation in Darmstadt.
Anlässlich der Kulturtage der Freunde Arabischer Kunst und Kultur und der Kultursektion der Deutsch-Arabischen Gesellschaft in Heidelberg zeigte Aischa ihre einzigartige Interpretation des klassischen Gesangs der ägyptischen Nationallegende Umm Kulthum.
Zu erwähnen sind Auftritte mit arabischen Musikern wie Mahmoud Fadel, Nasser Kilada, Youssef El-Tekhin, Mohamed Askari und Hanan EL-Shemouty sowie dem deutschen Flötisten Klaus Schöpp (zeitgenössische Kammermusik), dem indischen Trommler Paramashiwam, dem afrikanischen Trommler Sidy Kojte und dem amerikanischen Jazzmusiker Charles Owens.
Die Berner Zeitung der Bund kommentiert: "Aischa Schurkus brachte den traumhaften Zauber auf den Punkt: In ihrer hochgradig verfeinerten Technik und vielschichtigen Ausdruckskraft spiegelte sie alle Gefühlsregungen von sinnlicher Erotik, kokettem Flirt, vornehmer Zurückhaltung und intensiver Leidenschaft durch die Anmut und technische Perfektion eines Tanzes, der Illusion und Realität, Innen und Aussen, Leben und Bühne, ja letztendlich Orient und Okzident begreifbar zu verschmelzen vermag."
Aischa unterrichtet seit 1986 den orientalischen Tanz mit ganzheitlichem Körpertraining für alle Altersstufen und alle Levels. Hierbei setzt sie den Fokus auf den kreativen Prozess. Seit 1992 leitet sie die Orientalische Tanzwerkstatt in Berlin.
Erweiterung ihres Themenrepertoires
Neben ihrer Auseinandersetzung mit der orientalischen Musik- und Tanzkultur bestimmt das Thema „Wandlung und Identität“ Aischa Schurkus` künstlerische Entwicklung.
Dabei war die tänzerische Umsetzung des Werks „Allal“ von Paul Bowles bedeutend, sich mit dem Thema „Der Wunsch nach Verwandlung“ zu beschäftigen.
Das Improvisative und Experimentelle erhält eine neue Dimension durch das Aufeinandertreffen mit Künstlern anderer Musikrichtungen; Lyrikern und bildenden Künstlern. Dazu zählen die Dichter Frederike Frei und Florian Fischer, der Flötist Klaus Schöpp und der Maler Matthias Mehren.

